Ortsfeuerwehr Goldbach 2018-04-18T07:12:07+00:00

Bischofswerda

Geißmannsdorf

Goldbach

Großdrebnitz

Schönbrunn

Weickersdorf

Ortsfeuerwehr Goldbach

Goldbacher Straße 35a, 01877 Bischofswerda
Telefon: 03594 7451381
Telefax: 03594 7410564
E-Mail: feuerwehr@bischofswerda.de

Ortswehrleiter: Frank Pfitzner
Stellv. Ortswehrleiter: Martin Pfitzner

Gegründet am 24. Juni 1924.

Der Ortsfeuerwehr Goldbach gehören zurzeit an:
28 aktive Mitglieder,
15 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung,

Aktuelles

Goldbacher Einsatztechnik

Fahrgestell: Opel Frontera
Zulassung: 10.12.1993
Leistung: 74 kW
Gewicht: 1926 kg
Besatzung: 1:4
Bemerkung: Fahrzeug wird für Transport von Einsatzkräften und Technik zur Einsatzstelle sowie zum Ziehen von Anhängern eingesetzt.
Fahrgestell: Mercedes-Benz
Aufbau: Schmitz
Zulassung: 20.04.1999
Leistung: 85 kW
Gewicht: 5990 kg
Besatzung: 1:5
Bemerkung: Fahrzeug für alle Brandeinsätze und Technischen Hilfeleistungen. Aufgrund der umfangreichen Ausstattung ist dieses Fahrzeug sowohl für Brandeinsätze als auch für Technische Hilfeleistungen gleichermaßen geeignet.

Goldbacher Feuerwehrgeschichte – kurz vorgestellt

Im Laufe der Zeit wurde die Technik der Feuerwehr immer moderner, leistungsfähiger, aber auch teurer. Zu Beginn der Feuerwehrgeschichte löschte man mit faltbaren Eimern aus Leinen. Dies war sehr mühselig und uneffektiv, da man das Wasser nur in geringen Mengen und über kurze Distanzen befördern konnte. Einen gewaltigen Fortschritt hierzu stellten die Handdruckspritzen dar. In Goldbach existierten um 1900 zwei dieser Löschgeräte. Dies ist auf einem alten Foto ersichtlich. Jedoch ist eine davon abhanden gekommen. Schon zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war nur noch eine Handdruckspritze vorhanden. Die bis heute verbliebene Handdruckspritze war bis 1936 im Einsatz. Sie bot Platz für sieben Feuerwehrleute und einen Kutscher. Dieser war nicht konkret festgelegt. Wenn Alarm durch Hornsignal oder Sturmleuten der Kirchenglocken ausgelöst wurde, musste sich schnellstens einer der umliegenden, ortsansässigen Bauern finden, der sich und seine Pferde zur Verfügung stellte. Meist übernahm diese Aufgabe Artur Voigt. Seitdem Handdruckspritzen im Einsatz waren, war es möglich, „dörferübergreifend” Brände zu bekämpfen. So wurde die Freiwillige Feuerwehr Goldbach in den Jahren 1927 und 1928 sehr oft mittels Hornsignal nach Frankenthal gerufen.

Kurze Zeit nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wurden die ersten Uniformen, bestehend aus einer hellgrauen Uniformjacke aus Schilfleinen, Lederhelm und Koppel von der Gemeinde gekauft. Die Wehr kam in der Ausbildung gut voran und wurde bald eine sehr gut einsatzfähige Feuerwehr. Auf dem Spritzenplatz unterhalb des Gerätehauses, wurde ein Steigerturm gebaut und vier Hakenleitern gekauft. Der Turm wurde zu Übungszwecken und gleichzeitig zum Trocknen der Schläuche benutzt. Er war bis in die siebziger Jahre funktionstüchtig und wurde dann wegen Baufälligkeit abgerissen. Etwa 1927 wurde eine fahrbare Holzleiter zum Ausziehen angeschafft, diese war bis Ende der 40er Jahre vorhanden, auch wenn sie nicht mehr benutzt werden konnte.

Ein freudiges Ereignis für die Wehr war das Jahr 1935, in dem der Gemeinderat überzeugt werden konnte, das Geld zur Anschaffung einer Motorspritze und eines großen PKW als Zugfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Dies war natürlich ein großes Ereignis für die Wehr, denn nun fiel mit einem Schlag das mühevolle Drücken der Handdruckspritze weg und die Löschwirkung war eine weitaus höhere. Als Fahrer wurde Martin Schäfer eingesetzt. Durch diese wesentliche technische Neuerung konnte die Einsatzbereitschaft um ein Vielfaches erhöht werden. Man brauchte nicht mehr so viele Männer um mit der Handdruckspritze zu pumpen. Außerdem gelangte man mit einem PKW schneller zum Einsatzort als mit der Kutsche, die von zwei Pferdestärken bewegt wurde; es fiel auch das Warten auf die Pferde aus. Damit war man generell nicht mehr auf Pferde angewiesen. Die Handdruckspritze stand nun erst einmal im Nebenraum des alten Gerätehauses und kam erst wieder zum Einsatz beim Brand bei Kunath, Martin, da die Motorspritze durch Schlamm ausgefallen war. Der PKW ging in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges verloren, der Anhänger mit der Motorspritze blieb jedoch erhalten.

Während des 2. Weltkrieges litt die Ausrüstung der Feuerwehr sehr. Große Teile der Technik waren unbrauchbar geworden. Als nach dem Krieg die am Leben gebliebenen Kameraden zurückkehrten, konnte begonnen werden, das Gerätehaus und die Ausrüstung in Ordnung zu bringen. Im Sommer 1945 konnte auch wieder begonnen werden, Übungen durchzuführen, jedoch musste der Anhänger mit der Motorspritze aus Kraftstoffmangel und Mangels eines Zugfahrzeugs zum Übungsplatz geschoben werden. Um in dieser Zeit überhaupt ausrücken zu können, wurde als Zugmaschine ein Traktor verpflichtet. Alarmiert wurde durch Hornsignale.

Bei den Angehörigen der Wehr wurde im Laufe der Zeit der Wunsch nach einem eigenen Zugfahrzeug immer größer. Durch den Rat des Kreises bestand keine Aussicht, in absehbarer Zeit ein solches zu erhalten. So wurde innerhalb der Gemeinde eine Sammlung durchgeführt. Mit einiger Unterstützung vom Rat der Gemeinde konnte 1956 ein alter, aber starker Buick gekauft werden. Durch viele freiwillige Stunden der Kameraden und der Kfz.-Werkstatt des Kameraden Helmut Marschner konnte der Buick umgerüstet und als Zugfahrzeug eingesetzt werden.

Ein wichtiger Fortschritt wurde im Jahr 1969 durch den Erhalt des Kleinlöschfahrzeugs B-1000 mit kompletter Bestückung erzielt. Das alte Zugfahrzeug wurde zu diesem Zeitpunkt einer anderen Wehr übergeben. Alle Geräte und das Fahrzeug wurden von den Maschinisten gut gepflegt. Bei der jährlichen Fahrzeug- und Geräteüberprüfung durch die vorgesetzte Dienststelle erhielt Goldbach immer die Note gut.

In der Zwischenzeit wurden zwei Sirenen installiert: eine auf dem Dach der Schule, die andere auf der Scheune von Kunze. Hierdurch konnten die Ausrückzeiten stark verbessert werden.

1973 wurde vom Rat der Gemeinde die Scheune bei Forker zum Preis von 10.000 Mark gekauft und für den Umbau als neues Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Goldbach bereitgestellt. Der Rat des Kreises stellte das Geld für den Um- und Ausbau zur Verfügung. Am 6.2.1982 begann so die große „Mach-mit”-Initiative, bei der die Kameradinnen und Kameraden in 3635 Stunden die Scheune ausräumten und umbauten. So konnte am 19. August 1984 um 9.30 Uhr das neue Gerätehaus eingeweiht werden.

Da der der Wehr zur Verfügung stehende B-1000 nur eine Gruppe von 5 Mann aufnehmen konnte, übernahm man 1988 einen LKW Typ LO in den Dienst. Somit war ein besserer Transport von Geräten und Mannschaft gesichert.

1994 erhielten die Kameraden der Wehr neue Uniformen, bestehend aus Hose und Jacke, neuem Helm, neuen Stiefeln und einem Hakengurt.

1995 erhielt die FFW Goldbach einen moderneren LKW, ebenfalls vom Typ LO. Dieser hatte zuvor in Frankenthal seinen Dienst getan. Damit wurde der alte LKW und der B-1000 außer Dienst gestellt.

Der bisherige Höhepunkt in Sachen technische Ausrüstung war die Neuanschaffung eines TSF-W im Jahre 1999. Das Besondere hierbei ist die erhöhte Zuverlässigkeit gegenüber den schwerfälligen LKW oder dem B-1000. Außerdem ist man durch den 750 Liter fassenden Tank für eine gewisse Zeit von Hydranten bzw. von anderen Löschwasserentnahmestellen unabhängig und kann sofort mit dem Löschen beginnen. Eine völlig neue Möglichkeit in der technischen Hilfeleistung stellt die umfassende Beleuchtungstechnik mit ca. 2000 Watt dar. Die letzte bisher vorgenommene Veränderung der Ausrüstung sind die neuen Einsatzuniformen, die im Frühjahr 2001 angeschafft wurden und den neuesten Sicherheitsnormen entsprechen.